Montag, 21. Januar 2019

Totale Mondfinsternis am 21. Januar 2019

Am 21. Januar 2019 ergab sich wieder einmal die Gelegenheit, eine totale Mondfinsternis zu beobachten. Und da es sich für die nächsten 10 Jahre um die letzte totale Mondfinsternis handeln sollte, die in unserer Region vollständig sichtbar sein wird, fand ich, dass es sich durchaus der Mühe lohnen wird, um 6:00 Uhr morgens die Kamera aufzubauen, zumal aufgrund der klaren Winternacht (bei -6° C) perfekte Sichtverhältnisse für meinen Standort Düsseldorf angekündigt waren.

Aufbau und Einstellungen

Etwas außerhalb des Dorfes baute ich mein bestes Stativ auf, welches die D750 mitsamt dem Nikkor 200-500mm F/5.6 aufnehmen musste. Die Phase der totalen Verdunkelung war schon  im Gange, so dass ich mich etwas beeilen musste. Von der Mondfinsternis 2015, die ich seinerzeit noch mit der D5100 fotografiert habe, hatte ich die Einstellungen für die Belichtung noch in Erinnerung, so dass ich die richtigen Werte schnell gefunden hatte. Insbesondere war ich gespannt, ob meine fototechnische Aufrüstung innerhalb der letzten Jahre, insbesondere der Wechsel von DX nach FX, sich in der Aufnahmequalität bemerkbar machen wird (um es vorwegzunehmen: ja, tut es  ;-).

Per Liveview fokussierte ich den Mond an, was an der kontrastreichen Mondkante recht gut funktionierte (per manuellem Fokus ist mir kein besseres Ergebnis gelungen). Den Bildstabilisator des Nikkor 200-500mm F/5.6 ließ ich eingeschaltet, da selbst auf meinem großen Stativ leichte Vibrationen, die sich bei der langen Brennweite störend bemerkbar machen können, nicht ausgeschlossen sind. Um diese gering zu halten, habe ich auch den Batteriegriff an der Kamera dran gelassen. Und aus dem gleichen Grunde hab ich die Spiegelvorauslösung mit 5s Verzögerung aktiviert.

Da ich keine Lust hatte, im Dunkeln den Fernauslöser an die Kamera zu fummeln, habe ich die Kamera per Selbstauslöser mit 2s Vorlaufzeit ausgelöst. Dabei habe ich direkt 5er-Serien im Halbsekundenabstand geschossen, um evtl. Beeinträchtigungen in den Luftschichten (siehe Seeing) - meist der Grund für die Unschärfe bei Astroaufnahmen - ggf. zu umgehen. Alle paar Minuten habe ich die Kamera neu ausgerichtet, da aufgrund der Brennweite von 500mm der Mond relativ schnell durch das Sichtfeld wandert.

Als Belichtungszeit habe ich 1/5s eingestellt. Gemäß der 500er-Regel wäre zwar noch Luft nach oben gewesen, aber eine längere Belichtungszeit erhöht auch die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten der oben genannten Störungen in der Atmosphäre, so dass ich lieber die ISO etwas hochgesetzt habe. Bei der Blende habe ich mit F/5.6 und F/8 experimentiert, letztendlich ist mir das beste Bild bei F5.6 und ISO 2000 gelungen. Außerdem habe ich den Tipp von Stephan Wiesner aufgenommen und die Brennweite am Anschlag um einen Ticken zurück gedreht, was eine etwas bessere Bildqualität ergeben soll.

Komposition

Ursprünglich wollte ich den Mond zusammen mit einem weiteren Objekt (Kirchturm usw.) kombinieren, aber leider stand der Mond während der Verdunklungsphase noch so hoch am Horizont, dass von meinem Standort aus kein passendes Objekt verfügbar war. Daher habe ich ein klassischen Mondportrait gemacht.

Blutmond, Nikon D750 und Nikkor 200-500mm F/5.6
1/5s | F/5.6 | ISO 2000 | 500mm
Das Bild ist ca. auf die Hälfte zugeschnitten, was aber immer noch eine hinreichende Schärfe ergibt. In der größten Not kann man den Mond aber auch nahezu formatfüllend ausschneiden.

Gleiches Bild mit Gesamtcropfaktor 0,275x
Mit der fotografischen  Qualität bin ich recht zufrieden. Was das Motiv anbelangt, hätte ich mir gerne einen Kirchturm herbei gewünscht bzw. einen anderen Standort wählen müssen ;-). Aber ich bin jetzt schon gespannt, mit welcher Qualität sich in 10 Jahren die Mondfinsternis am 21. Dezember 2029 fotografieren lässt.
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Dienstag, 15. Januar 2019

Groov’sches Loch


Das Groov’sche Loch ist eine ehemalige Sandgrube im Reuschenberger Busch bei Neuss, welche sich im Laufe der Zeit zu einem auenwaldähnlichen Feuchtbiotop entwickelt hat. Charakteristisch ist die große Zahl von abgestorbenen Bäumen in diesem sumpfähnlichen Gebiet, welche dieses Areal sowohl ökologisch als auch fototechnisch interessant machen.

Bei meinem Besuch mit eine Gruppe von Fotofreunden im November 2018 herrschte die ganze Zeit leichter Regen, daher habe ich mein zu Beginn der Exkursion aufgesetztes AF-S NIKKOR 70–200 mm F/4G ED VR auch nicht mehr gewechselt.

Im Folgenden einige Aufnahmen dieses geheimnisvollen Ortes.

Silberreiher im Groov'schen Loch
Das "Krokodil"
Abgestorbener Baumstumpf
Ahornblatt
Regenstimmung
Leuchtendes Herbstlaub
Baumstumpf

Hier noch zwei Handy-Bilder, die einen Überblick zeigen:



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Dienstag, 8. Januar 2019

KM 738


Dieses Bild entstand vorletzten Sommer bezeichnenderweise am Rheinkilometer 738 bei Düsseldorf Hamm.
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